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OSTERN/ Oster (ernannter Bischof von Passau): So rettet uns der Auferstandene von leblosen "Wahrheiten"

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Eugène Burnand, Die Jünger Johannes und Petrus, am Morgen nach der Auferstehung zum Grab laufend (1898)  Eugène Burnand, Die Jünger Johannes und Petrus, am Morgen nach der Auferstehung zum Grab laufend (1898)

Stefan Ostern, geboren 1965 in Amberg (Bayern), ist vor kurzem zum Bischof von Passau in Bayern ernannt worden. Nachdem er die Frau, die er heiraten wollte, mit ihrem Einverständnis verlassen hatte, ist er 1996 Salesianenpater geworden. Am 24 Mai dieses Jahres, wird er von Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, im Dom zu Passau, der dem ersten Märtyrer der Kirche gewidmet ist, dem Heiligen Stephanus, zum Bischof geweiht und wird er dadurch zum jungsten Bischof Deutschlands. Als Philosoph hat er über die ontologische und biblische Philosophie (Das Sein als Gabe) des großen Freundes Hans Urs von Balthasars gearbeitet, Ferdinand Ulrich, dessen Werk er zusammen mit Martin Bieler und Florian Pitschl in dem Johnnesverlag Einsiedeln herausgegeben hat. Theologisch ist seine  Studie zum Thema der Transustantiation besonders wichtig. Wir sind dankbar, dass Stefan Ostern uns in dieser Zeit, in der viele Zeitungen ein Interview wegen seiner Bischofsernennung wollen, unsere Fragen beantwortet und auch dass Ferdinand Ulrich den Kontakt zu ihm für den ilsussidiario.net hergestellt hat.

Exzellenz, Christus ist auferstanden. Warum erreicht uns diese Verkündigung auch heute mit der selben Kraft und Lebendigkeit wie damals? Sie selbst haben sofort nach Ihrer Ernennung zum Bischof von Passau den Wunsch geäussert, auch als Bischof ein Hirte zu sein, der die Auferstehung verkündet.
Die Kirche lebt aus dem Geist des auferstandenen Herrn. Die Jünger konnten erst nach der Geistsendung an Pfingsten für ihren Glauben ihr Leben geben. Davor, als der Herr noch in konkreter, geschichtlicher, sinnlich greifbarer Gestalt bei ihnen war, sind sie vor dem Kreuz noch davon gelaufen. Jetzt aber, da er seinen Geist gesandt hat, ist er ihnen innerlicher als je zu vor, innerlicher als sie sich selbst sind. Jetzt leben sie wirklich aus seiner Kraft und nicht mehr aus ihrer eigenen. Und heute lebt die Kirche immer noch aus dem Geist Gottes, jeder Getaufte, jeder Gefirmte, ist unverlierbar durch das Siegel des Geistes geprägt. Und der Geist wird aus sich selbst nicht schwächer, er ist derselbe, der Geist der Liebe, der Kraft, der Fruchtbarkeit. Die Frage ist deshalb: Wie stellen wir uns ihm zur Verfügung? Denn er zwingt niemanden, aber er liebt Kooperation.

„Der Auferstandene ist derjenige, der den Glaube persönlich entstehen lässt“, hat Dietrich Bonhoeffer in seiner Christologie geschrieben. Das entspricht sicher der Hauptintention der „Evangelii Gaudium“. Die Freude des Evangeliums ist die Freude, die der Herr persönlich, schenkt. Was bedeutet das für unsere Vernunft, aber vor allem für unsere Erfahrung als Menschen?



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